Ein anderes Europa

EUROPAKONGRESS 2018 IN KASSEL

Ein anderes Europa ist möglich!
demokratisch, friedlich, ökologisch, feministisch, solidarisch 

WO: Universität Kassel
WANN: 5. bis 7. Oktober

In Europa geht es turbulent zu, die EU befindet sich seit zehn Jahren im Krisenmodus, der Rechtspopulismus erstarkt in vielen Ländern, der Bruch mit der Türkei erscheint irreparabel, Grenzen werden nicht mehr eingerissen, sondern eine "Festung Europa" neu errichtet, die sich latent verschärfende Konfrontation mit Russland und Aufrüstungspläne wirken verunsichernd, als gemeinsam verstandene "europäische Grundwerte" erodieren allenthalben. Das alles geschieht in einem internationalen Umfeld, das immer unübersichtlicher und konfliktträchtiger wird. Die Liste der besorgniserregenden Zustände ist lang – und wo liegt der Hoffnungsstreif am Horizont?

Mit dieser Frage wollen wir uns auf dem Kongress intensiv beschäftigen – denn gleichzeitig gibt es auch viele mutmachende und hoffnungsvolle Ansätze, ein anderes Europa mit Leben zu füllen. Wir wollen uns solidarisch über die vielfältigen Kämpfe, Widerstände und alternativen Ansätze zur Verwirklichung dieser Vision austauschen: Warum nützt die aktuelle Politik in Europa und insbesondere in der EU nur den Mächtigen und Reichen und nicht den Vielen? Welche Alternativen von einem Guten Leben für Alle setzten wir ihr entgegen? Wie und mit wem wollen wir die Europäische Union und ganz Europa verändern? Dabei lenken wir den Blick auf das, was Differenzen überbrückt und wo sich Schnittstellen für gemeinsame Forderungen und politische Kampagnen ergeben, ganz im Sinne einer Mosaiklinken.

Um interessante Redner*innen zu hören und genug Möglichkeiten zu finden, aktiv an den Diskussionen teilzunehmen, wird es auf dem Kongress verschiedene Formate geben: Zentrale Veranstaltungen sind drei prominent besetzte Podien zu Analyse und Visionen, Transformationsstrategien und konkreten Projekten: Mit Annelie Buntenbach, Costas Lapavitsas, Frédéric Lordon, Andrea Ypsilanti, Rex Osa, Frank Bsirske und vielen anderen. In zehn ebenfalls sehr spannend besetzten Foren werden die Themen Reformierbarkeit der EU, Soziales, Klimagerechtigkeit, Flucht und Migration, Rechtspopulismus, Militarisierung, wirtschaftliche Ungleichgewichte, Privatisierungspolitik und Demokratisierung im europäischen Kontext behandelt. Darüber hinaus können sich die Teilnehmer*innen in zahlreichen Workshops direkt zu den vielfältigen Fragen der EU und Europas austauschen.

Attac lädt gemeinsam mit dem Fachgebiet Globalisierung & Politik am FB Gesellschaftswissenschaften der Universität Kassel alle Interessierten zu diesem Europakongress ein!